Rückentext: Eigentlich wollte Pia sich nie wieder in einen Schönling verlieben. Eigentlich sollte es ein Sommer werden, in dem Mückenstiche und Fruchtfliegen zu ihren größten Herausforderungen zählen. Aber dann steht plötzlich August vor ihr: Charmant, schlagfertig und sexy wie Ryan Gosling schnappt er Pia die letzte Packung ihrer Lieblingspizza im Supermarkt vor der Nase weg. Pia kann an nichts anderes mehr denken und macht sich auf die Suche nach ihrem "Pizzaprinzen". Ihr bester Freund Eddi jedoch bleibt skeptisch. Wie oft hat er miterlebt, dass Pia immer wieder an die falschen Männer gerät. Er ist ganz sicher: Pia braucht keinen Traumprinzen an ihrer Seite, sondern einen zuverlässigen Kumpeltypen. Denn ohne Freundschaft bleibt jede Liebe immer nur eine Luftnummer. Als Pia August wiedertrifft, ist sie überzeugt, mit ihm endlich den Richtigen gefunden zu haben. Doch nach einigen Monaten Beziehung fragt sich Pia, warum er sie noch keinem seiner Freunde, geschweige denn seiner Familie vorgestellt hat? Als sie August schließlich in flagranti beim Turteln mit einer anderen Frau erwischt, ist sie fassungslos: Ihr Traumprinz ist doch wie alle anderen! Pia ist verzweifelt. Doch unverhofft kommt oft! Eine Autopanne sorgt für einen unfreiwilligen Stopp an einer Raststätte. Aber Pias Retter ist kein Unbekannter: Vor ein paar Monaten hat sie ihm ganz frech die Vorfahrt genommen und dabei den Seitenspiegel abgefahren. Doch abgesehen davon kommt ihr der der junge Mann mit den Sommersprossen auch so irgendwie bekannt vor... Und auf einmal hält das Leben in Liebesdingen eine wunderbare Überraschung für Pia bereit.
Zusammenfassung: Pia Fuhrmann hat neben Chaosqueen und Tomaten Mozarella Pizza ein großes Laster: sie verliebt sich immer in Schönlinge, und diese Aktionen gehen nie gut aus. Außerdem ist sie Illustratorin für Kinderbücher. Ihr Aktuelles Projekt sind Räuber.
Zum Glück hat sie ihren besten Freund Eddi, der ihr immer zur Seite steht. Doch er sieht Pias Zukunft eher mit einem Kumpeltypen, statt mit einem Blender. Und daher verschweigt sie ihm auch, dass sie ihm Supermarkt einen Mann kennengelernt hat, der ihr die letzte Pizza vor der Nase wegschnappt. Pia - die kurz vorher noch an einem Kinderbuch arbeitete - klebt ein Räuberbein an der Stirn und dieses tauscht sie kurzerhand gegen die Pizza. Der Unbekannte verschwindet und um Pia ist es mal wieder geschehen. Sie gibt ihm den Namen "Pizzaprinz" und will ihn unbedingt wiedersehen. Doch die Geheimhaltung gegenüber Eddi funktioniert nicht lange, und kurze Zeit später verplappert sie sich. Ihr bester Freund ist sofort skeptisch und will sie vor einem weiteren gebrochenen Herzen schützen. Doch Pia ist beratungsresistent und so muss ihr Kater Glitzi (benannt nach seinen heißgeliebten Pfannenschwämmen) als Seelsorger herhalten.
Und dann passiert dass fast unglaubliche, sie sieht ihren "Pizzaprinzen" wieder. Und es kommt zu einem Date. Pia ist begeistert, er mag Glitzi, ihr Chaos und sie! Die beiden beginnen eine Beziehung und die junge Frau schwebt auf Wolke 7. Doch dann sieht sieht sie ihren vermeintlichen Prinzen Abends mit einer anderen Frau im Restaurant, und Eddi besteht darauf dass August die Fremde auch küsste. Und für Pia beginnen aufregende und traurige Zeiten, denn August will sie anscheinend zurückgewinnen, und Pia gibt immer wieder nach. Bis zu einem gewissen Punkt, der sie in einen Strudel der Gefühle reißt und selbst die Freundschaft zu Eddi steht plötzlich auf dem Spiel...
Meine Meinung: Vorwärts küssen, Rückwärts lieben ist ein etwas chaotischer aber umso liebenswerter Roman. Pia ist eine Protagonistin, wie es sie auch im wirklichen Leben geben könnte. Sie hat eine Vorliebe für schöne Männer, und gibt dieser Vorliebe auch immer wieder nach. Sie vergisst anscheinend andauernd, dass sie mit ihnen nicht glücklich werden kann. Auch August ist für sie die Erfüllung ihrer Träume, und als er auch noch eine Beziehung mit ihr beginnt, ist ihr Glück perfekt. Sie träumt schon von der Hochzeit und probiert diverse Möglichkeiten der Nachnamen aus.
Eddi - so einen Freund will man einfach nur selber haben. Er ist immer für sie da, und versucht sie auf dem Boden der Tatsachen zu halten. Meistens mit minderem Erfolg, denn Pia ist nicht nur eine große Träumerin sie ist auch ein großer Sturkopf.
Und natürlich Glitzi, den Kater den Pia nie haben wollte, aber dann mit der neuen Wohnung erbte. Denn die Vorbesitzerin hatte den Armen einfach mit einem Wäschekorb zurückgelassen. Und so schlich er sich schnell in Pias Herz. Den Namen hat er übrigens, weil er eine Vorliebe für die gleichnamigen Pfannenschwämme hat. Denn diese sind sein liebstes Spielzeug und sein größter Schatz. Natürlich ist Glitzi mein geheimer Held, denn seine spezielle Art und Weise kommt mir teilweise doch sehr bekannt vor.
Der Roman ist eine Achterbahn der Gefühle, und da er aus Pias Sicht geschrieben wurde, erlebt man alles so wie sie auch. Ein bisschen Großstadt Magie ist auch dabei, und man sieht hier mal wieder, dass das Leben manchmal Umwege geht.
Was eine dicke Fee mit grünen Gummistiefeln mit Pias Glück zu tun hat, ob es ihr gelingt August in den Wind zu schießen, und dem Geheimnis von Korkenzieherpferdchen und verlorenen teuren Ohrringen müsst ihr allerdings selber lesen. Denn sonst verrate ich zuviel ^^.
Im Anhang findet man selbstgezeichnete Bilder mit Anmerkungen, die mir sehr gut gefallen haben (ein paar Bilder findet ihr unten im Beitrag).
Auch das Cover finde ich sehr schön. Es ist mit Äpfeln verziert und Glitzi findet sich auch darauf wieder.
Fazt: 5 von 5 Pfötchen - ein toller Großstadtroman mit viel Gefühl.
Ich danke dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Und die wunderschönen Bleistifte - die ich nicht benutzen werde ^^.
Herzlich willkommen in meiner kleinen, kunterbunten Bücher- und Produkttest Welt
Dienstag, 3. Oktober 2017
Montag, 18. September 2017
Kelly Doust - Aimées Geheimer Wunsch
Rückentext: Maggie ist Auktionatorin und lebt mit ihrer Familie in London. Eines Tages stößt sie auf einen aufwendig gearbeiteten Kragen und ist wie elektrisiert: Wer hat diese Kostbarkeit gefertigt, und wie kam sie nach London? Maggie kommt dem Geheimnis des Kragens und damit den Schicksalen seiner Besitzerinnen auf die Spur, die zu unterschiedlichen Zeiten in den Metropolen der Welt zu Hause waren und dort nach Glück strebten.
Zusammenfassung: Maggie lebt mit ihrem Mann Tim, ihrer kleinen Tochter Pearl und ihrer rebellischen Stieftochter Stella in London. Sie arbeitet in einem renommierten Auktionshaus und hat alles was sie sich wünscht. Doch eines Tages fällt ihr durch Zufall ein handgearbeiteter Kragen in die Hände. Als wäre ihr Leben nicht schon unruhig genug, beginnt sie wie besessen nach der Herkunft zu forschen. Als Maggie dann noch eine ehemalige Schauspielerin ausfindig machen kann, die sich sicher ist, einmal Besitzerin des Kragens gewesen zu sein, nimmt die Recherche eine ungeahnte Wendung. Und als sie dann noch romantische Gefühle für einen fremden Mann entwickelt, droht die Situation zu eskalieren...
Normandie 1891: Aimée lebt im Chateau mit ihrem Vater. Ihre Mutter kam vor einiger Zeit bei einem Treppenunfall ums Leben. Sie wird wie eine Gefangene gehalten und darf das Haus nicht verlassen. Ihre geheime Schwärmerei gilt dem persönlichen Assistenten ihres Vaters. Dann wird ihr eröffnet, dass sie heiraten soll. Und Aimées Angst, dass ihr Zukünftiger sie auch einsperren will, steigert sich von Tag zu Tag. Da sie das Hochzeitskleid ihrer Mutter tragen wird, der letzte Feinschliff aber noch fehlt, beginnt sie einen Kragen für das Kleid zu sticken. Einen wunderschönen, mit perlenbesetzten Kragen. Und in diesen Kragen stickt sie - versteckt unter Stoffschichten - ihren geheimen Wunsch, von dem nie jemand erfahren soll. Und dann verliert sie bei der Hochzeit das Bewusstsein...
Paris 1926: Lexi ist Trapezkünstlerin und hat ihre große Liebe beim Zirkus gefunden. Sie vollführt gefährliche Formen. Und auch wenn es ihr immer schwerer fällt, die Figuren in der Höhe zu meistern, macht sie weiter. Denn sie ist der Star der Show. Durch Zufall bekommt sie eines Tages den Kragen, den sie jedoch als Diadem trägt. An diesem Abend soll eine spektakuläre Show ihre Premiere haben. Doch dann geschieht dass Unvorstellbare, Lexi verliert in der Höhe den Halt, und das Netz ist seltsamerweise nicht gesichert...
1967: Zephyr und Vera sind zweieiige Zwillinge. Sie sind beide Tänzerinnen, doch während Zephyr das Rampenlicht anzieht, wie eine Motte dass Licht, ist ihre Schwester eher im Hintergrund. Und doch können und wollen beide nicht ohne die Andere sein. Dann heiratet Zephyr, und besteht darauf, dass ihre Schwester bei ihr bleibt. Ihrem Mann bleibt also nichts anderes übrig, als auch Vera mit aufzunehmen. Dann verliebt sie sich in den Freund ihres Mannes. Und eine leidenschaftliche Kabelei geht los. Als sich dann Vera in den Mann verliebt, und dieser um ihre Hand anhält, entscheidet sich Zephyr - die immer nur auf sich selber fokussiert ist und alles haben will - für einen Weg, der nicht nur ihr Leben zerstört...
Rom 1953: Isabella ist von zu Hause weggelaufen und arbeitet nun als Muse des exzentrischen Künstlers Christian. Er unterhält sie und seit kurzem auch ihre Tochter. Sie hat nichts, bis auf ihre Kleine. Zwar hat ihre Familie ihr Geld geschickt, und die nachdrückliche Bitte wieder nach Hause zu kommen, doch Isabella nahm nur das Geld. Nach einer Affäre mit dem Künstler, stieg sie zur Muse auf. Doch sie stiehlt. Geld, Schmuck und teures Besteck, damit sie ihre Lebenshaltungskosten decken kann. Doch die Zusammenarbeit zwischen ihr und Christian kriselt, und eines Tages kommt es zum großen Streit. Nicht ganz unschuldig daran, ist seine Schwester Audrey. Und als Isabellas Tochter das Diadem (das Isabella für das Bild trug), in ihre kleinen Hände nimmt, steckt sie es ein. Ein großer Fehler, für den sie schwer bezahlen muss...
Istanbul 1974: Ulrika arbeitet als erfolgreiches Model. Sie wurde im Krankenhaus entdeckt, wo sie eine Ausbildung abgeschlossen hat. Sie arbeitete dort - wie ihre Mutter - als Krankenschwester. Doch das Jetset Leben der Modewelt reizt sie, und so gibt sie ihren Job auf und wird Model. Um ihr Outfit aufzupeppen, näht sie den Kragen an ihr Kleid. Momentan befindet sie sich in der Türkei, und nach einem seltsamen "Stelldichein" mit einem Fotografen, flieht sie aus dem Hotel. Schnell hat sie sich verlaufen, und als sie beinahe vergewaltigt wird, rettet sie eine ältere Frau und versteckt sie bei sich zu Hause. Durch Zufall fällt ihr auf, dass eine Geburt mit Komplikationen im Haus stattfindet. Kurzerhand greift die junge Frau ein und rettet so der Mutter und dem Kind das Leben. Dieses Ereignis schlägt Wurzeln bei ihr, und sie überdenkt ihre Entscheidung...
Während die Frauen alle in verschiedenen Zeiten leben, haben sie alle eine Gemeinsamkeit: sie besitzen das Diadem bzw. den Kragen. Und danach sind ihre Leben nicht mehr wie vorher...
Meine Meinung: Aimées geheimer Wunsch ist ein Frauenroman. Aber er ist so voller Leidenschaft und Trauer, dass beide nahezu greifbar sind. Es scheint, als wäre der Kragen durch die Umstände, wie er entstand fast schon mit Unglück behaftet. Leben, die vorher gut liefen, oder einfach normal waren, ändern sich praktisch sofort. Sobald die neue Besitzerin das Schmuckstück trägt. Ihre Leben hängen plötzlich am seidenen Faden, oder drohen komplett aus den Fugen zu geraten.
Je weiter der Roman voranschreitet, umso trauriger wird die Geschichte. Und obwohl Maggie die Protagonistin ist, rutscht sie streckenweise doch etwas an den Rand. Die Geschichte ist spannend und sehr emotional. Man erfährt recht viel über Isabella, Aimée, Lexi und Zephyr. Obwohl diese Kapitel natürlich kürzer sind, als Maggies Teil. Zunächst dachte ich, es würde ein Roman sein, der interessant aber doch nicht so spannend oder traurig ist. Doch genau das ist er. Was mir besonders aufgefallen ist, dass das Thema Verlust ein großes Thema im Buch ist.
Das Cover ist dezent gehalten, man sie den Hinterkopf einer Frau in Seitenaufnahme. Sie trägt ein rotweiß gepunktetes Kleid und einen gestickten Kragen.
Fazit: 5 von 5 Pfötchen.
Ich danke dem Verlag und Lovelybooks für den Gewinn des Sommergewinnspiels 2017.
Zusammenfassung: Maggie lebt mit ihrem Mann Tim, ihrer kleinen Tochter Pearl und ihrer rebellischen Stieftochter Stella in London. Sie arbeitet in einem renommierten Auktionshaus und hat alles was sie sich wünscht. Doch eines Tages fällt ihr durch Zufall ein handgearbeiteter Kragen in die Hände. Als wäre ihr Leben nicht schon unruhig genug, beginnt sie wie besessen nach der Herkunft zu forschen. Als Maggie dann noch eine ehemalige Schauspielerin ausfindig machen kann, die sich sicher ist, einmal Besitzerin des Kragens gewesen zu sein, nimmt die Recherche eine ungeahnte Wendung. Und als sie dann noch romantische Gefühle für einen fremden Mann entwickelt, droht die Situation zu eskalieren...
Normandie 1891: Aimée lebt im Chateau mit ihrem Vater. Ihre Mutter kam vor einiger Zeit bei einem Treppenunfall ums Leben. Sie wird wie eine Gefangene gehalten und darf das Haus nicht verlassen. Ihre geheime Schwärmerei gilt dem persönlichen Assistenten ihres Vaters. Dann wird ihr eröffnet, dass sie heiraten soll. Und Aimées Angst, dass ihr Zukünftiger sie auch einsperren will, steigert sich von Tag zu Tag. Da sie das Hochzeitskleid ihrer Mutter tragen wird, der letzte Feinschliff aber noch fehlt, beginnt sie einen Kragen für das Kleid zu sticken. Einen wunderschönen, mit perlenbesetzten Kragen. Und in diesen Kragen stickt sie - versteckt unter Stoffschichten - ihren geheimen Wunsch, von dem nie jemand erfahren soll. Und dann verliert sie bei der Hochzeit das Bewusstsein...
Paris 1926: Lexi ist Trapezkünstlerin und hat ihre große Liebe beim Zirkus gefunden. Sie vollführt gefährliche Formen. Und auch wenn es ihr immer schwerer fällt, die Figuren in der Höhe zu meistern, macht sie weiter. Denn sie ist der Star der Show. Durch Zufall bekommt sie eines Tages den Kragen, den sie jedoch als Diadem trägt. An diesem Abend soll eine spektakuläre Show ihre Premiere haben. Doch dann geschieht dass Unvorstellbare, Lexi verliert in der Höhe den Halt, und das Netz ist seltsamerweise nicht gesichert...
1967: Zephyr und Vera sind zweieiige Zwillinge. Sie sind beide Tänzerinnen, doch während Zephyr das Rampenlicht anzieht, wie eine Motte dass Licht, ist ihre Schwester eher im Hintergrund. Und doch können und wollen beide nicht ohne die Andere sein. Dann heiratet Zephyr, und besteht darauf, dass ihre Schwester bei ihr bleibt. Ihrem Mann bleibt also nichts anderes übrig, als auch Vera mit aufzunehmen. Dann verliebt sie sich in den Freund ihres Mannes. Und eine leidenschaftliche Kabelei geht los. Als sich dann Vera in den Mann verliebt, und dieser um ihre Hand anhält, entscheidet sich Zephyr - die immer nur auf sich selber fokussiert ist und alles haben will - für einen Weg, der nicht nur ihr Leben zerstört...
Rom 1953: Isabella ist von zu Hause weggelaufen und arbeitet nun als Muse des exzentrischen Künstlers Christian. Er unterhält sie und seit kurzem auch ihre Tochter. Sie hat nichts, bis auf ihre Kleine. Zwar hat ihre Familie ihr Geld geschickt, und die nachdrückliche Bitte wieder nach Hause zu kommen, doch Isabella nahm nur das Geld. Nach einer Affäre mit dem Künstler, stieg sie zur Muse auf. Doch sie stiehlt. Geld, Schmuck und teures Besteck, damit sie ihre Lebenshaltungskosten decken kann. Doch die Zusammenarbeit zwischen ihr und Christian kriselt, und eines Tages kommt es zum großen Streit. Nicht ganz unschuldig daran, ist seine Schwester Audrey. Und als Isabellas Tochter das Diadem (das Isabella für das Bild trug), in ihre kleinen Hände nimmt, steckt sie es ein. Ein großer Fehler, für den sie schwer bezahlen muss...
Istanbul 1974: Ulrika arbeitet als erfolgreiches Model. Sie wurde im Krankenhaus entdeckt, wo sie eine Ausbildung abgeschlossen hat. Sie arbeitete dort - wie ihre Mutter - als Krankenschwester. Doch das Jetset Leben der Modewelt reizt sie, und so gibt sie ihren Job auf und wird Model. Um ihr Outfit aufzupeppen, näht sie den Kragen an ihr Kleid. Momentan befindet sie sich in der Türkei, und nach einem seltsamen "Stelldichein" mit einem Fotografen, flieht sie aus dem Hotel. Schnell hat sie sich verlaufen, und als sie beinahe vergewaltigt wird, rettet sie eine ältere Frau und versteckt sie bei sich zu Hause. Durch Zufall fällt ihr auf, dass eine Geburt mit Komplikationen im Haus stattfindet. Kurzerhand greift die junge Frau ein und rettet so der Mutter und dem Kind das Leben. Dieses Ereignis schlägt Wurzeln bei ihr, und sie überdenkt ihre Entscheidung...
Während die Frauen alle in verschiedenen Zeiten leben, haben sie alle eine Gemeinsamkeit: sie besitzen das Diadem bzw. den Kragen. Und danach sind ihre Leben nicht mehr wie vorher...
Meine Meinung: Aimées geheimer Wunsch ist ein Frauenroman. Aber er ist so voller Leidenschaft und Trauer, dass beide nahezu greifbar sind. Es scheint, als wäre der Kragen durch die Umstände, wie er entstand fast schon mit Unglück behaftet. Leben, die vorher gut liefen, oder einfach normal waren, ändern sich praktisch sofort. Sobald die neue Besitzerin das Schmuckstück trägt. Ihre Leben hängen plötzlich am seidenen Faden, oder drohen komplett aus den Fugen zu geraten.
Je weiter der Roman voranschreitet, umso trauriger wird die Geschichte. Und obwohl Maggie die Protagonistin ist, rutscht sie streckenweise doch etwas an den Rand. Die Geschichte ist spannend und sehr emotional. Man erfährt recht viel über Isabella, Aimée, Lexi und Zephyr. Obwohl diese Kapitel natürlich kürzer sind, als Maggies Teil. Zunächst dachte ich, es würde ein Roman sein, der interessant aber doch nicht so spannend oder traurig ist. Doch genau das ist er. Was mir besonders aufgefallen ist, dass das Thema Verlust ein großes Thema im Buch ist.
Das Cover ist dezent gehalten, man sie den Hinterkopf einer Frau in Seitenaufnahme. Sie trägt ein rotweiß gepunktetes Kleid und einen gestickten Kragen.
Fazit: 5 von 5 Pfötchen.
Ich danke dem Verlag und Lovelybooks für den Gewinn des Sommergewinnspiels 2017.
Mittwoch, 13. September 2017
Jean-Paul Didierlaurent - Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12
Rückentext: Heute ist wieder die ganze Menschheit an ihr vorbeigezogen. Alte, Junge, Dünne, Dicke, Rotgesichtige und Braungebrannte. Einer hat Mathilde zum Essen eingeladen. Warum macht das die junge Frau von Nr. 12 so nervös?
Übersicht der Geschichten:
1. Macadam
2. In Nomine...
3. Nebel
4. Der Sternengarten
5. Menu à la Carte
6. Ihr Heiligtum
7. Die Birke
8. Der Alte
9. Heftpflaster
10. Moskito
11. Zeitlos
Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel über die Kurzgeschichten erzählen, und sie daher nur kurz anschneiden.
"Macadam" erzählt von einer jungen Frau, die in einem Übergangshäuschen arbeitet. Die meisten Menschen sprechen nicht mit ihr, da sie durch einen Unfall entstellt wurde. Doch eines Tages kommt ein Fahrer vorbei und lädt sie zum Essen ein, und Mathilde nimmt die Einladung zögernd an. Dann erlebt sie die größte Überraschung ihres Lebens...
Bei "In Nomine" lernen wir einen Pfarrer kennen, der sich eine Fluchtmöglichkeit aus seinem eintönigen Leben sucht, und dieser selbst im Beichtstuhl nachgeht...
In der Geschichte "Nebel" geht es um einen Mann, der ins Altersheim muss. Er ist unzufrieden dort und vegetiert, wie die anderen Bewohner, dahin. Bis er eine Möglichkeit findet, dass Schicksal für sich und andere selbst in die Hand zu nehmen...
"Der Sternengarten" handelt von einem 6-jährigen Jungen, dessen Vater gestorben ist. Doch dann findet er einen Weg für sich, mit dem Verlust umzugehen und die Mondlandung wird zu seiner Rettung...
Obwohl man denken könnte bei "Menu à la Carte" ginge es um ein Restaurant, ist das eine Irreführung. Denn sie handelt von einem seltsamen Mann, der sein ganzes Leben unter den Misshandlungen seines Vaters zu leiden hat. Und sein Schicksal wird erst zum Ende der Geschichte offenbart...
In der Story "Ihr Heiligtum" lernen wir eine einsame Toilettenputzfrau kennen, die heimlich schreibt, und ihren Mann verloren hat. Da sie allerdings dann weniger Trinkgeld bekommt, versteckt sie ihr Heft zwischen Zeitschriften. Und sie hat ein Geheimnis, dass mit einem bestimmten Jahrestag zusammenhängt...
"Die Birke" ist etwas melancholischer. Die Leser lernen einen alten Mann kennen, der eine besondere Bindung zu einer Birke in Polen hat. Und diese Bindung hält bis zum Ende seines Lebens fest...
"Der Alte" geht immer wenn Markttag ist in die Markthalle. Jeder kennt ihn dort, als verschrobenen und unfreundlichen Menschen. Er kauft nie etwas, sondern durchforstet nach dem Markt den Müll. Er sucht etwas bestimmtes und findet es schließlich gar nicht so weit weg...
Die Geschichte "Heftpflaster" handelt von einem kleinen Mädchen. Sie hört Engel in ihrem Kopf schreien und hat immer wieder "Aussetzer". Niemand kann sich erklären, was mit ihr los ist. Bis die Engel ihr einen entscheidenen Hinweis geben...
Bei "Moskito" löst eben dieses kleine, nervige Insekt eine Katastrophe aus. Ein Mensch stirbt und ein anderer wird von Gewissensbissen geplagt, und sieht in sich selbst einen Mörder...
Wir reisen für "Zeitlos" in einen kleinen Ort. Dieser ist unterteilt in Katholiken und Protestanten. Die beiden Uhren der Kirchen gingen immer gleich, bis plötzlich nicht mehr. Und eben dieser Fakt stürzt den Ort in einen kriegsähnlichen Zustand...
Meine Meinung: Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12 ist ein Buch voller Kurzgeschichten. Alle sind sehr gut geschrieben und von manchen Geschichten hätte ich gerne noch mehr gelesen. Man taucht komplett darin ab, und ist am Ende überrascht dass die Story zu Ende ist.
Der Roman handelt von menschlichen Schicksalen. Zweifel, Verlust, Tod, Misshandlung aber auch von Liebe. Es ist alles dabei, in diesem kleinen Büchlein, was man teilweise in dickeren Büchern findet. Die Geschichten sind voller Leidenschaft und nah am Leben geschrieben.
Obwohl mir der Roman gut gefallen hat, sind meine Favoriten "Macadam", "Der Sternengarten" und "Die Birke". Absolut nicht gefallen hat mir "Menu à la Carte". Diese Story war mir einfach viel zu brutal. Einzig das Ende hat mir ein bisschen gefallen.
Das Buch selber ist sehr schön, dass Cover ist recht einfach aber einfach nur toll gestaltet. Die Geschichten sind in blauer Schrift verfasst, und auf dickem Papier. Teilweise sind sie auch auf blauem Papier gedruckt, andere sind auf weißem Papier.
Wer Kurzgeschichten mag, die lebensnah und auch irgendwie anders sind, ist mit diesem Buch gut bedient.
Fazit: 4 von 5 Pfötchen.
Ich danke dem Team von dtv-Bloggerteam für das Rezensionsexemplar!
Übersicht der Geschichten:
1. Macadam
2. In Nomine...
3. Nebel
4. Der Sternengarten
5. Menu à la Carte
6. Ihr Heiligtum
7. Die Birke
8. Der Alte
9. Heftpflaster
10. Moskito
11. Zeitlos
Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel über die Kurzgeschichten erzählen, und sie daher nur kurz anschneiden.
"Macadam" erzählt von einer jungen Frau, die in einem Übergangshäuschen arbeitet. Die meisten Menschen sprechen nicht mit ihr, da sie durch einen Unfall entstellt wurde. Doch eines Tages kommt ein Fahrer vorbei und lädt sie zum Essen ein, und Mathilde nimmt die Einladung zögernd an. Dann erlebt sie die größte Überraschung ihres Lebens...
Bei "In Nomine" lernen wir einen Pfarrer kennen, der sich eine Fluchtmöglichkeit aus seinem eintönigen Leben sucht, und dieser selbst im Beichtstuhl nachgeht...
In der Geschichte "Nebel" geht es um einen Mann, der ins Altersheim muss. Er ist unzufrieden dort und vegetiert, wie die anderen Bewohner, dahin. Bis er eine Möglichkeit findet, dass Schicksal für sich und andere selbst in die Hand zu nehmen...
"Der Sternengarten" handelt von einem 6-jährigen Jungen, dessen Vater gestorben ist. Doch dann findet er einen Weg für sich, mit dem Verlust umzugehen und die Mondlandung wird zu seiner Rettung...
Obwohl man denken könnte bei "Menu à la Carte" ginge es um ein Restaurant, ist das eine Irreführung. Denn sie handelt von einem seltsamen Mann, der sein ganzes Leben unter den Misshandlungen seines Vaters zu leiden hat. Und sein Schicksal wird erst zum Ende der Geschichte offenbart...
In der Story "Ihr Heiligtum" lernen wir eine einsame Toilettenputzfrau kennen, die heimlich schreibt, und ihren Mann verloren hat. Da sie allerdings dann weniger Trinkgeld bekommt, versteckt sie ihr Heft zwischen Zeitschriften. Und sie hat ein Geheimnis, dass mit einem bestimmten Jahrestag zusammenhängt...
"Die Birke" ist etwas melancholischer. Die Leser lernen einen alten Mann kennen, der eine besondere Bindung zu einer Birke in Polen hat. Und diese Bindung hält bis zum Ende seines Lebens fest...
"Der Alte" geht immer wenn Markttag ist in die Markthalle. Jeder kennt ihn dort, als verschrobenen und unfreundlichen Menschen. Er kauft nie etwas, sondern durchforstet nach dem Markt den Müll. Er sucht etwas bestimmtes und findet es schließlich gar nicht so weit weg...
Die Geschichte "Heftpflaster" handelt von einem kleinen Mädchen. Sie hört Engel in ihrem Kopf schreien und hat immer wieder "Aussetzer". Niemand kann sich erklären, was mit ihr los ist. Bis die Engel ihr einen entscheidenen Hinweis geben...
Bei "Moskito" löst eben dieses kleine, nervige Insekt eine Katastrophe aus. Ein Mensch stirbt und ein anderer wird von Gewissensbissen geplagt, und sieht in sich selbst einen Mörder...
Wir reisen für "Zeitlos" in einen kleinen Ort. Dieser ist unterteilt in Katholiken und Protestanten. Die beiden Uhren der Kirchen gingen immer gleich, bis plötzlich nicht mehr. Und eben dieser Fakt stürzt den Ort in einen kriegsähnlichen Zustand...
Meine Meinung: Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12 ist ein Buch voller Kurzgeschichten. Alle sind sehr gut geschrieben und von manchen Geschichten hätte ich gerne noch mehr gelesen. Man taucht komplett darin ab, und ist am Ende überrascht dass die Story zu Ende ist.
Der Roman handelt von menschlichen Schicksalen. Zweifel, Verlust, Tod, Misshandlung aber auch von Liebe. Es ist alles dabei, in diesem kleinen Büchlein, was man teilweise in dickeren Büchern findet. Die Geschichten sind voller Leidenschaft und nah am Leben geschrieben.
Obwohl mir der Roman gut gefallen hat, sind meine Favoriten "Macadam", "Der Sternengarten" und "Die Birke". Absolut nicht gefallen hat mir "Menu à la Carte". Diese Story war mir einfach viel zu brutal. Einzig das Ende hat mir ein bisschen gefallen.
Das Buch selber ist sehr schön, dass Cover ist recht einfach aber einfach nur toll gestaltet. Die Geschichten sind in blauer Schrift verfasst, und auf dickem Papier. Teilweise sind sie auch auf blauem Papier gedruckt, andere sind auf weißem Papier.
Wer Kurzgeschichten mag, die lebensnah und auch irgendwie anders sind, ist mit diesem Buch gut bedient.
Fazit: 4 von 5 Pfötchen.
Ich danke dem Team von dtv-Bloggerteam für das Rezensionsexemplar!
Montag, 11. September 2017
Stefan Bachmann - Palast der Finsternis
Rückentext: Kannst du auch in riskanten Situationen Ruhe bewahren? Besitzt du besondere Talente, von denen niemand weiß? Hast du den Ehrgeiz, etwas zu tun, was noch niemand vor dir gewagt hat...?
Für die geheimnisvolle und geheime Expedition sind die Außenseiterin Anouk und vier weitere erfolgreiche Kandidaten nach Paris gereist. Ihr Auftrag: einen unterirdischen Palast zu erforschen, den ein verrückter Adliger vor der Französischen Revolution für seine Familie erbauen ließ. Doch hinter der Tür mit dem Schmetterlingswappen erwarten die Jugendlichen in jedem Raum eine neue Gefahr und ein neuer Abgrund, den sie nur gemeinsam bezwingen können.
Zusammenfassung: Aurélie de Bessancourt, ihre Schwestern und ihre Mutter fliehen vor den Rebellen der Revolution. Ihr Ziel ist der unterirdische Palast, den ihr Vater zum Schutz erbaute. Doch ihre Mutter ist labil und voller Angst, und so trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Diese verändert nicht nur das Leben ihrer Familie, sondern hat noch weiter reichende Konsequenzen, die niemand ahnen kann...
Die sensible, aber rebellische Anouk fliegt zu einer geheimen Expedition nach Paris. Mit dabei sind noch vier andere Jugendliche (Lilly, Hayden, Jules und Will), die verschiedener nicht sein könnten. Die ungleiche Gruppe soll einen unterirdischen Palast erkunden, den ein Adliger vor der Französischen Revolution erbaute, um seine Familie - und vorallem seine Frau - zu schützen. Ihre Eltern wissen nichts davon, sie hinterließ nur eine Nachricht auf dem Kühlschrank. Geschrieben mit Permanentmarker. Schon am Flughafen zeigt sich, dass die fünf aus unterschiedlichen Schichten kommen, und auch alle andere Ansichten haben. Anouk ist bald genervt von den anderen, besonders von Lilly. Im Privatjet geht es nach Frankreich und ein Palast erwartet sie. Es scheint, als wären die Teenager im Himmel auf Erden. Während die Anderen den Luxus genießen, ist Anouk skeptisch und nicht so leichtgläubig...
Beim Abendessen bekommen sie dann Kapseln, die ihnen im unterirdischen Palast beim Atmen helfen soll. Leichtgläubig schlucken die restlichen vier Teilnehmer die Kapseln. Nur das junge Mädchen weigert sich, steckt sie sich aber in den Mund. Ein fataler Fehler, denn während die Kapsel den Wirkstoff frei setzt und sie sich noch darüber wundert, dass aus dem Zimmer alle persönlichen Gegenstände verschwunden sind, wird sie bewusstlos...
Sie wacht erst wieder im unterirdischen Palast auf, und weckt die Anderen. Alle, bis auf Hayden der dass Bewusstsein nicht wiedererlangen will. Als sie Schritte hören, verstecken sich die restlichen Vier und müssen mit ansehen, wie Hayden getötet wird. In Panik fliehen sie durch die erstbeste Tür. Und befinden sich nun mitten im Palast. Doch hier lauern Geheimnisse und Gefahren, die sie ihr Leben kosten könnten. Gefangen zwischen den Jägern draußen und den unbekannten Gemäuern innen, beginnt eine lebensgefährliche und spannende Flucht, durch den Palast der Finsternis... denn schnell merken sie, dass alles was ihnen zu der Expedition erzählt wurde, nur eine Lüge war...
Meine Meinung: Es gibt Bücher, über die kann man viel schreiben ohne zu viel zu verraten. Und dann gibt es Bücher, über die man wenig schreiben kann, weil man sonst zu viel verrät. Palast der Finsternis gehört zur letzten Kategorie. Ich habe mich bewusst mit der Zusammenfassung zurückgehalten, denn es passiert so viel und alles so schnell, dass ich kaum zum Luft holen kam.
Stefan Bachmann schafft eine sehr dunkle und bedrohliche Stimmung. Der Roman ist atmosphärisch so dicht, dass man den Eindruck hat, selber durch den Palast um sein Leben zu kämpfen. Erzählt wird aus der Sicht von Anouk und aus Aurélies Sicht, zur Zeit der Französischen Revolution. Beide fliehen vor etwas, Anouk vor ihren Verfolgern, Aurélie vor den Rebellen. Und beide landen zwangsläufig im unterirdischen Palast. Und für beide scheint es kein Entrinnen zu geben. Die Beschreibungen der Räume sind sehr gut, so dass man richtiges Kopfkino hat. Ich habe mich beim Lesen besser unterhalten gefühlt, als bei manchem Kinofilm.
Ich konnte den Roman nicht aus der Hand legen, habe mitgefiebert, mitgelitten und war mit auf der Flucht. Anouk war für mich eine sensible, starke und sympathische Protagonistin. Zwar zieht sich teilweise sehr zurück und legt einen harschen Ton an den Tag, aber sie folgt immer ihrem Weg - und das bedeutet Überleben.
Auch die Zeitsprünge zu Aurélie fand ich sehr gut, so erfährt man viel über die Familie und über die Errichtung des Palastes, sowie über die wahren Ziele ihres Vaters.
Palast der Finsternis ist ein wahrer Buchschatz, der Stil ist sehr flüssig und extrem spannend, ohne viel Gemetzel auszukommen. Einordnen würde ich ihn zum Mystery Genre.
Nun zum Cover: es ist einfach nur wunderschön! Man sieht ein Mädchen einen Gang im unterirdischen Palast langgehen, ihr folgen Schmetterlinge und der Gang ist in ein blau-grünes Licht getaucht. Was man auf dem Foto leider nicht sehen kann ist, dass das Cover fast schon 3D ist. Es changiert und verändert sich, je nachdem wie das Licht fällt.
Fazit: 5 von 5 Pfötchen und klare Empfehlung!
Ich danke für das Rezensionsexemplar.
Für die geheimnisvolle und geheime Expedition sind die Außenseiterin Anouk und vier weitere erfolgreiche Kandidaten nach Paris gereist. Ihr Auftrag: einen unterirdischen Palast zu erforschen, den ein verrückter Adliger vor der Französischen Revolution für seine Familie erbauen ließ. Doch hinter der Tür mit dem Schmetterlingswappen erwarten die Jugendlichen in jedem Raum eine neue Gefahr und ein neuer Abgrund, den sie nur gemeinsam bezwingen können.
Zusammenfassung: Aurélie de Bessancourt, ihre Schwestern und ihre Mutter fliehen vor den Rebellen der Revolution. Ihr Ziel ist der unterirdische Palast, den ihr Vater zum Schutz erbaute. Doch ihre Mutter ist labil und voller Angst, und so trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Diese verändert nicht nur das Leben ihrer Familie, sondern hat noch weiter reichende Konsequenzen, die niemand ahnen kann...
Die sensible, aber rebellische Anouk fliegt zu einer geheimen Expedition nach Paris. Mit dabei sind noch vier andere Jugendliche (Lilly, Hayden, Jules und Will), die verschiedener nicht sein könnten. Die ungleiche Gruppe soll einen unterirdischen Palast erkunden, den ein Adliger vor der Französischen Revolution erbaute, um seine Familie - und vorallem seine Frau - zu schützen. Ihre Eltern wissen nichts davon, sie hinterließ nur eine Nachricht auf dem Kühlschrank. Geschrieben mit Permanentmarker. Schon am Flughafen zeigt sich, dass die fünf aus unterschiedlichen Schichten kommen, und auch alle andere Ansichten haben. Anouk ist bald genervt von den anderen, besonders von Lilly. Im Privatjet geht es nach Frankreich und ein Palast erwartet sie. Es scheint, als wären die Teenager im Himmel auf Erden. Während die Anderen den Luxus genießen, ist Anouk skeptisch und nicht so leichtgläubig...
Beim Abendessen bekommen sie dann Kapseln, die ihnen im unterirdischen Palast beim Atmen helfen soll. Leichtgläubig schlucken die restlichen vier Teilnehmer die Kapseln. Nur das junge Mädchen weigert sich, steckt sie sich aber in den Mund. Ein fataler Fehler, denn während die Kapsel den Wirkstoff frei setzt und sie sich noch darüber wundert, dass aus dem Zimmer alle persönlichen Gegenstände verschwunden sind, wird sie bewusstlos...
Sie wacht erst wieder im unterirdischen Palast auf, und weckt die Anderen. Alle, bis auf Hayden der dass Bewusstsein nicht wiedererlangen will. Als sie Schritte hören, verstecken sich die restlichen Vier und müssen mit ansehen, wie Hayden getötet wird. In Panik fliehen sie durch die erstbeste Tür. Und befinden sich nun mitten im Palast. Doch hier lauern Geheimnisse und Gefahren, die sie ihr Leben kosten könnten. Gefangen zwischen den Jägern draußen und den unbekannten Gemäuern innen, beginnt eine lebensgefährliche und spannende Flucht, durch den Palast der Finsternis... denn schnell merken sie, dass alles was ihnen zu der Expedition erzählt wurde, nur eine Lüge war...
Meine Meinung: Es gibt Bücher, über die kann man viel schreiben ohne zu viel zu verraten. Und dann gibt es Bücher, über die man wenig schreiben kann, weil man sonst zu viel verrät. Palast der Finsternis gehört zur letzten Kategorie. Ich habe mich bewusst mit der Zusammenfassung zurückgehalten, denn es passiert so viel und alles so schnell, dass ich kaum zum Luft holen kam.
Stefan Bachmann schafft eine sehr dunkle und bedrohliche Stimmung. Der Roman ist atmosphärisch so dicht, dass man den Eindruck hat, selber durch den Palast um sein Leben zu kämpfen. Erzählt wird aus der Sicht von Anouk und aus Aurélies Sicht, zur Zeit der Französischen Revolution. Beide fliehen vor etwas, Anouk vor ihren Verfolgern, Aurélie vor den Rebellen. Und beide landen zwangsläufig im unterirdischen Palast. Und für beide scheint es kein Entrinnen zu geben. Die Beschreibungen der Räume sind sehr gut, so dass man richtiges Kopfkino hat. Ich habe mich beim Lesen besser unterhalten gefühlt, als bei manchem Kinofilm.
Ich konnte den Roman nicht aus der Hand legen, habe mitgefiebert, mitgelitten und war mit auf der Flucht. Anouk war für mich eine sensible, starke und sympathische Protagonistin. Zwar zieht sich teilweise sehr zurück und legt einen harschen Ton an den Tag, aber sie folgt immer ihrem Weg - und das bedeutet Überleben.
Auch die Zeitsprünge zu Aurélie fand ich sehr gut, so erfährt man viel über die Familie und über die Errichtung des Palastes, sowie über die wahren Ziele ihres Vaters.
Palast der Finsternis ist ein wahrer Buchschatz, der Stil ist sehr flüssig und extrem spannend, ohne viel Gemetzel auszukommen. Einordnen würde ich ihn zum Mystery Genre.
Nun zum Cover: es ist einfach nur wunderschön! Man sieht ein Mädchen einen Gang im unterirdischen Palast langgehen, ihr folgen Schmetterlinge und der Gang ist in ein blau-grünes Licht getaucht. Was man auf dem Foto leider nicht sehen kann ist, dass das Cover fast schon 3D ist. Es changiert und verändert sich, je nachdem wie das Licht fällt.
Fazit: 5 von 5 Pfötchen und klare Empfehlung!
Ich danke für das Rezensionsexemplar.
Freitag, 1. September 2017
Buchblog Award
Meine lieben Leserinnen und Leser,
ich habe es auf die Longlist zum Buchblogaward geschafft!
Jetzt müssen wir Bloggerinnen und Blogger (wie die Parteien ;) ) auf Stimmenfang gehen.
Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ihr mir und meinem kleinen Blog eure Stimme geben würdet:
Buchblog Award
Ich danke euch von Herzen im Voraus!
Liebe Grüße euer Catgirl
ich habe es auf die Longlist zum Buchblogaward geschafft!
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Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ihr mir und meinem kleinen Blog eure Stimme geben würdet:
Buchblog Award
Ich danke euch von Herzen im Voraus!
Liebe Grüße euer Catgirl
Interview mit mir auf Leserkanone.de
Hallo ihr Lieben,
heute mal etwas in eigener Sache.
Ein - wie ich finde - sehr gut gewordenes Interview mit mir könnt ihr hier nachlesen.
Danke an das Team von Leserkanone!
Liebe Grüße und euch ein schönes Wochenende :).
heute mal etwas in eigener Sache.
Ein - wie ich finde - sehr gut gewordenes Interview mit mir könnt ihr hier nachlesen.
Danke an das Team von Leserkanone!
Liebe Grüße und euch ein schönes Wochenende :).
Colson Whitehead - Underground Railroad
Rückentext: Eine der größten Bucherfolge der letzten Jahre - die Odyssee einer Sklavin durch das Land der vermeintlichen Freiheit, das für viele jedoch die Hölle ist. Eine furiose Geschichte, die Licht auf eines der dunkelsten Kapitel der Menschheit wirft. Ein episches Abenteuer, bevölkert von unvergesslichen Figuren: Colson Whiteheads Roman, ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis, verbindet auf einzigartige Weise Realismus und Phantastik. Und er ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika.
Zusammenfassung: Cora lebt als Sklavin auf einer Baumwollplantage. Sie wurde hier geboren, und ihre Mutter ließ sie als Kind zurück, als sie floh. Sie lebt in der Hütte ihrer Mutter, in der auch schon ihre Großmutter lebte. Geerbt hat sie, abgesehen von der Hütte, eine Parzelle zum Anbau von Gemüse.
Durch Intrigen wird sie jedoch eines Tages aus ihrer Hütte vertrieben, und in den sogenannten "Hob" abgeschoben. Hier leben die Frauen, die am Rande der Plantagengesellschaft leben. Kranke, Seltsame und Außenseiter wie Cora. Hier findet sie eine Freundin, Lovey. Als die ehemalige Hütte des Mädchens neu besetzt wird, und der neue Bewohner auf ihrer Parzelle eine Hundehütte errichtet, sieht sie rot.
Sie zerlegt die Hundehütte mit einer Axt - doch statt sie zu bestrafen, zollt der neue Bewohner ihr Tribut und sieht in ihr eine starke Persönlichkeit. Als er jedoch die Plantage verlassen muss, wird Cora von seinen Freunden misshandelt und vergewaltigt. Lovey und einige "Hob" Frauen pflegen sie so gut sie können.
Währenddessen eskaliert die Situation zwischen dem Plantagenbesitzer und den Sklaven immer mehr. Denn sein freundlicherer Bruder ist verstorben, und nun zieht er die Zügel fester an. Schwere Bestrafungen, öffentliche Hinrichtungen und Misshandlungen sowie Übergriffe häufen sich. Und als Cora sich schützend vor einen Sklavenjungen wirft, als dieser geschlagen wird, trifft sie der Hass des neuen "Masters" mit voller Wucht. Sie wird schwer an der Schläfe verletzt, und hat mit den Folgen dieser Verletzung zu kämpfen...
Kurz danach nimmt Cesar Kontakt zu ihr auf, er ist ebenfalls Sklave auf der Plantage und will fliehen. Er hat von der Underground Railroad gehört, einem geheimen Netzwerk dass Leibeigenen bei der Flucht hilft. Und er hat schon Kontakt zum "Vermittler" aufgenommen. Doch zunächst lehnt sie ab, erst als sie bei einer schweren öffentlichen Hinrichtung anwesend ist, und der Plantagenbesitzer sie an die Brust fasst, entscheidet sie sich anders...
Und so fliehen die beiden, doch nach ein paar Kilometern bemerken sie, dass Lovey sich ihnen angeschlossen hat. Und diese ist den Anstrengungen der Flucht nicht gewachsen. Schnell geraten die drei in die Nähe einer anderen Farm, und die Eigentümer jagen die Fliehenden. In Notwehr erschlägt Cora ihren jungen Angreifer, und auch Cesar wehrt sich. Die beiden können sich schließlich befreien, doch Lovey wird gefangen und zur Plantage zurückgebracht...
Die beiden kommen letztendlich beim "Vermittler" an, und dieser bringt sie zur Underground Railroad. Doch die Sicherheit des Zuges ist trügerisch. Denn der Plantagenbesitzer sucht bereits nach den Beiden. Und auch Andere sind jetzt auf der Jagd, vorallem nach Cora da sie nun wegen Mordes an einem Weißen gesucht wird. Und der Umstand, dass sie - wie einst ihre Mutter - fliehen konnte, spannt die Situation an... ein lebensgefährliches Katz und Maus Spiel beginnt, denn die beiden sind nirgendwo wirklich sicher...
Meine Meinung: Underground Railroad hat den diesjährigen Pulitzer Preis bekommen. Und das zu Recht. Obwohl der Roman zur Sklavenzeit spielt, ist er Aktueller denn je. Das Buch beginnt mit Zitaten und sehr persönlichen Vorworten zur Entstehung und zur Aktualität seiten des Autors.
Ich hatte zu Beginn ein paar Probleme, in das Buch rein zu kommen. Cora war für mich keine Sympathiefigur, im Laufe des Romans hat sich dies nicht wirklich geändert. Nichtsdestotrotz ist sie eine sehr starke und mutige Protagonistin. Das sieht man schon an der Aktion mit der Hundehütte. Sie hasst ihre Mutter dafür, dass sie sie zurückließ - und geht doch den gleichen Weg. Sie flüchtet.
Cesar war für mich ein emotionaler und mutiger Mann, von ihm kommt die Fluchtidee und er ist immer wieder die treibende Kraft. Auch als Lovey gefangen wird, laufen die beiden weiter.
Das Thema Rassismus in den Vereinigten Staaten ist aktueller denn je. Und der Roman hätte vom Zeitpunkt her nicht besser erscheinen können. Immer noch gibt es die Kluft zwischen Weißen und Schwarzen. Und immer noch gibt es Übergriffe und Morde.
Gekonnt vermischt der Autor Fiktion und wahre Begebenheiten (die Underground Railroad existierte wirklich Quelle: Wikipedia Underground Railroad) zu einem brandaktuellen, spannenden Roman.
Colson Whitehead hat ein Werk geschaffen, das den Leser mit auf eine sehr spannende und gefährliche Reise mitnimmt. Teilweise gibt es Perspektivenwechsel, was mir sehr gefallen hat, da man so noch mehr vom Umfeld erfahren konnte. Ohne etwas zu Beschönigen, aber auch ohne zu übertreiben flieht man mit Cora von der Plantage ins Ungewisse. Ein emotionales Buch, dass aufrüttelt und ein Gesicht von Amerika zeigt, dass die USA wohl lieber vergessen würden. Und doch werden die fast die gleichen Fehler wieder gemacht...
Allerdings hätte ich mir ein paar Infos mehr über das Netzwerk der Railroad gewünscht. Zwar ist das Netzwerk der Hauptbestandteil, wird allerdings teilweise nur am Rande erwähnt.
Das Cover ist dezent gehalten, der Titel dominiert und sonst sieht man nur eine Hütte (die entweder Coras sein kann oder aber über einem verstecken Einstieg zur Railroad) unter einem Sternenhimmel.
Fazit: 4 von 5 Pfötchen
Ich danke für das Rezensionsexemplar.
Zusammenfassung: Cora lebt als Sklavin auf einer Baumwollplantage. Sie wurde hier geboren, und ihre Mutter ließ sie als Kind zurück, als sie floh. Sie lebt in der Hütte ihrer Mutter, in der auch schon ihre Großmutter lebte. Geerbt hat sie, abgesehen von der Hütte, eine Parzelle zum Anbau von Gemüse.
Durch Intrigen wird sie jedoch eines Tages aus ihrer Hütte vertrieben, und in den sogenannten "Hob" abgeschoben. Hier leben die Frauen, die am Rande der Plantagengesellschaft leben. Kranke, Seltsame und Außenseiter wie Cora. Hier findet sie eine Freundin, Lovey. Als die ehemalige Hütte des Mädchens neu besetzt wird, und der neue Bewohner auf ihrer Parzelle eine Hundehütte errichtet, sieht sie rot.
Sie zerlegt die Hundehütte mit einer Axt - doch statt sie zu bestrafen, zollt der neue Bewohner ihr Tribut und sieht in ihr eine starke Persönlichkeit. Als er jedoch die Plantage verlassen muss, wird Cora von seinen Freunden misshandelt und vergewaltigt. Lovey und einige "Hob" Frauen pflegen sie so gut sie können.
Währenddessen eskaliert die Situation zwischen dem Plantagenbesitzer und den Sklaven immer mehr. Denn sein freundlicherer Bruder ist verstorben, und nun zieht er die Zügel fester an. Schwere Bestrafungen, öffentliche Hinrichtungen und Misshandlungen sowie Übergriffe häufen sich. Und als Cora sich schützend vor einen Sklavenjungen wirft, als dieser geschlagen wird, trifft sie der Hass des neuen "Masters" mit voller Wucht. Sie wird schwer an der Schläfe verletzt, und hat mit den Folgen dieser Verletzung zu kämpfen...
Kurz danach nimmt Cesar Kontakt zu ihr auf, er ist ebenfalls Sklave auf der Plantage und will fliehen. Er hat von der Underground Railroad gehört, einem geheimen Netzwerk dass Leibeigenen bei der Flucht hilft. Und er hat schon Kontakt zum "Vermittler" aufgenommen. Doch zunächst lehnt sie ab, erst als sie bei einer schweren öffentlichen Hinrichtung anwesend ist, und der Plantagenbesitzer sie an die Brust fasst, entscheidet sie sich anders...
Und so fliehen die beiden, doch nach ein paar Kilometern bemerken sie, dass Lovey sich ihnen angeschlossen hat. Und diese ist den Anstrengungen der Flucht nicht gewachsen. Schnell geraten die drei in die Nähe einer anderen Farm, und die Eigentümer jagen die Fliehenden. In Notwehr erschlägt Cora ihren jungen Angreifer, und auch Cesar wehrt sich. Die beiden können sich schließlich befreien, doch Lovey wird gefangen und zur Plantage zurückgebracht...
Die beiden kommen letztendlich beim "Vermittler" an, und dieser bringt sie zur Underground Railroad. Doch die Sicherheit des Zuges ist trügerisch. Denn der Plantagenbesitzer sucht bereits nach den Beiden. Und auch Andere sind jetzt auf der Jagd, vorallem nach Cora da sie nun wegen Mordes an einem Weißen gesucht wird. Und der Umstand, dass sie - wie einst ihre Mutter - fliehen konnte, spannt die Situation an... ein lebensgefährliches Katz und Maus Spiel beginnt, denn die beiden sind nirgendwo wirklich sicher...
Meine Meinung: Underground Railroad hat den diesjährigen Pulitzer Preis bekommen. Und das zu Recht. Obwohl der Roman zur Sklavenzeit spielt, ist er Aktueller denn je. Das Buch beginnt mit Zitaten und sehr persönlichen Vorworten zur Entstehung und zur Aktualität seiten des Autors.
Ich hatte zu Beginn ein paar Probleme, in das Buch rein zu kommen. Cora war für mich keine Sympathiefigur, im Laufe des Romans hat sich dies nicht wirklich geändert. Nichtsdestotrotz ist sie eine sehr starke und mutige Protagonistin. Das sieht man schon an der Aktion mit der Hundehütte. Sie hasst ihre Mutter dafür, dass sie sie zurückließ - und geht doch den gleichen Weg. Sie flüchtet.
Cesar war für mich ein emotionaler und mutiger Mann, von ihm kommt die Fluchtidee und er ist immer wieder die treibende Kraft. Auch als Lovey gefangen wird, laufen die beiden weiter.
Das Thema Rassismus in den Vereinigten Staaten ist aktueller denn je. Und der Roman hätte vom Zeitpunkt her nicht besser erscheinen können. Immer noch gibt es die Kluft zwischen Weißen und Schwarzen. Und immer noch gibt es Übergriffe und Morde.
Gekonnt vermischt der Autor Fiktion und wahre Begebenheiten (die Underground Railroad existierte wirklich Quelle: Wikipedia Underground Railroad) zu einem brandaktuellen, spannenden Roman.
Colson Whitehead hat ein Werk geschaffen, das den Leser mit auf eine sehr spannende und gefährliche Reise mitnimmt. Teilweise gibt es Perspektivenwechsel, was mir sehr gefallen hat, da man so noch mehr vom Umfeld erfahren konnte. Ohne etwas zu Beschönigen, aber auch ohne zu übertreiben flieht man mit Cora von der Plantage ins Ungewisse. Ein emotionales Buch, dass aufrüttelt und ein Gesicht von Amerika zeigt, dass die USA wohl lieber vergessen würden. Und doch werden die fast die gleichen Fehler wieder gemacht...
Allerdings hätte ich mir ein paar Infos mehr über das Netzwerk der Railroad gewünscht. Zwar ist das Netzwerk der Hauptbestandteil, wird allerdings teilweise nur am Rande erwähnt.
Das Cover ist dezent gehalten, der Titel dominiert und sonst sieht man nur eine Hütte (die entweder Coras sein kann oder aber über einem verstecken Einstieg zur Railroad) unter einem Sternenhimmel.
Fazit: 4 von 5 Pfötchen
Ich danke für das Rezensionsexemplar.
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