Montag, 26. März 2018

Anne Cleves - Die Tote im roten Kleid

Rückentext: Es ist dunkel und kalt in Shetland. Seit Monaten regnet es. Auf dem Weg ins Tal reißt das Wasser gewaltige Erdmassen mit sich, die Teile des kleinen Örtchens Ravenswick unter sich begraben. Bei den Aufräumarbeiten findet man in den Trümmern eines Hauses die Leiche einer unbekannten Frau in blutrotem Seidenkleid. Kommissar Jimmy Perez will wissen, wer sie ist - doch stößt er bei den Inselbewohnern auf eine Mauer des Schweigens. Als sich herausstellt, dass die Frau ermordet wurde, ruft Perez seine alte Kollegin Willow Reeves aus Inverness zu Hilfe. Die ist noch nicht vor Ort, da gibt es bereits das zweite Opfer...

Zusammenfassung: Ein Erdrutsch stört eine Beerdigung. Er reißt eine dicke Schlamm- und Steinlawine mit sich und die Trauergemeinde kann sich gerade noch so in Sicherheit bringen.

Kurz danach wird festgestellt, dass ein Cottage regelrecht von der Lawine zerrissen wurde und in den Trümmern wird die Leiche einer unbekannten Frau gefunden. Sie trägt ein rotes Seidenkleid, doch niemand kennt sie. Und eigentlich dürfte das Cottage auch nicht bewohnt sein...

Eine zunächst erfolglose Suche startet, da die Inselbewohner dicht machen und den Ermittlern nicht weiterhelfen. Als es endlich eine heiße Spur zur Identität gibt, endet diese jedoch ganz anders als erwartet. Und doch ist sie die Einzige, die aktuell vorhanden ist. Kommissar Jimmy Perez bittet seine alte Kollegin Willow Reeves um Unterstützung. Und gemeinsam bauen sie den seltsamen Fall auseinander, und fügen Stück für Stück an seinen Platz. Wie ein Puzzle, dessen Teile irgendwie doch nicht zusammenpassen wollen...

Meine Meinung: Die Tote im roten Kleid braucht etwas Anlaufzeit. Anfangs habe ich gedacht, wenn es so weitergeht wird es ein sehr langes Buch werden. Doch dann passiert soviel und doch so wenig, dass man weiterlesen muss! Anne Cleves schafft einen dunklen Rahmen und streut die Hinweise wie Brotkrumen, denen man einfach folgen will.

Die Protagonisten waren für mich greifbar und man erfährt viel über ihr Umfeld. Auch wenn ich die Vorgänger nicht gelesen habe, bin ich durch die Rückblicke gut zurecht gekommen.

Und gegen Ende des Buches nimmt es so an Fahrt auf, dass man nicht zum Luft holen kommt. Und ein Charakter gerät in Lebensgefahr...

Fazit: 5 von 5 Pfötchen.



Mein Dank gilt dem Rowohlt Verlag für diesen spannenden Krimi.