Dienstag, 13. Dezember 2016

Besinnliche Zeit

Hallo ihr Lieben,

leider ist es in den letzten Wochen still geworden um meinen Blog. 

Dass hat nichts damit zu tun, dass ich keine Lust mehr habe, sondern mit meiner aktuellen persönlichen Situation... leider geht es mir momentan nicht so gut... eigentlich schon seit ein paar Wochen... darunter leidet leider auch meine Seite, die ich nach wie vor liebe und mit Herzblut führen möchte...

Dass neue Jahr steht fast vor der Tür und es wird für mich ein Jahr voller Veränderungen werden. Ob diese gut oder schlecht sind, kann ich natürlich nicht sagen zu diesem Zeitpunkt (es sei denn, der Doktor und die TARDIS holen mich endlich ab, dann kann ich etwas darüber berichten ;))...

Kaum letzten Freitag kam der nächste Schlag... für mich ist jeder Tag momentan recht schwierig zu bewältigen... aber "The Show must go on"! 

Weihnachten ist nächste Woche... ich meine wo ist das Jahr hin?! Ich habe den Eindruck, wir hätten gestern erst Januar gehabt... ich muss ehrlich sagen, ich bin froh dass 2016 fast vorbei ist. Es war ein echtes Schrott-Jahr und kann also weg!

Ich wünsche euch von Herzen alles Liebe und Gute sowie eine besinnliche Weihnachtszeit, hoffe dass ihr mir trotzdem treu bleiben möchtet und sende Vorweihnachtliche Grüße an alle, die dies hier lesen.

Kommt gut ins neue Jahr und passt auf euch auf! <3 

Sonntag, 9. Oktober 2016

Vera Nentwich - Liebe vertagen, Mörder jagen




Vielen lieben Dank an die Autorin und die Agentur, dass ich ein Rezensionsexemplar bekommen habe!!

Rückentext: Eigentlich hat sich Biene auf eine heiße Liebesnacht in Paris gefreut. Die kommt aber nicht. Dafür erreicht sie die Nachricht vom neuen Mord in der Heimat. Ausgerechnet Jochen, ihr Ex-Freund und überkorrekter Polizist, soll darin verwickelt sein. Das kann Biene nicht glauben und sie entschließt sich zur Rückkehr. Schließlich prickelt eine Mörderjagd doch mindestens so viel wie eine Liebesnacht. Auf eigene Faust stürzt sie sich in die Ermittlungen und steckt nicht nur bald mittendrin in einem Netz aus Vorurteilen, sondern erfährt auch Dinge, die sie lieber nicht erfahren hätte. Wird Biene den wahren Mörder finden und damit Jochen entlasten? Kann Biene eine wichtige Entscheidung für ihre eigene Zukunft treffen? Und was ist eigentlich mit der Liebe?

Zusammenfassung: Biene freut sich auf eine heiße und romantische Reise nach Paris. Mit Jago, dem Argentinier. Doch daraus wird nichts, gerade als sie denkt, dass ein toller Abend nur mit einem Techtelmechtel enden kann, kommt eine Bekannte - ein Model - in das Restaurant und Biene schüttet vor Ärger ihren Wein über den Tisch, den Boden und auch auf die Kleidung. Wutentbrannt rauscht sie von dannen. Draußen erhält sie einen Anruf aus Deutschland, sie erfährt dass es in ihrem Heimatörtchen einen Mord gegeben hat. Und dass ihr Ex-Freund darin verwickelt sein könnte...

Also reist Hals-über-Kopf zurück nach Grefrath - und lässt Jago in Paris zurück.

Der Mord ist für sie interessant, wo sie doch gerade beschlossen hat, eine Detektei aufzumachen. Ihr erster Fall kommt direkt von ihrer Nachbarin, die denkt ihr Mann habe eine Affäre...

Bei ihren Ermittlungen stößt sie auf ein dunkles Familiengeheimnis, oder wer ist Andrea Wagner?

Also kämpft Biene an 2 Fronten. Sie gerät selbst in Lebensgefahr, als sie in dem Mordfall auf eigene Faust ermittelt. Jedoch anders als vermutet... und als sich Jago und Jochen auf einer Party noch eine filmreife Schlägerei liefern, ist das Gefühlschaos perfekt...

Meine Meinung: Also... einen Roman zu lesen, der regional spielt ist durchaus interessant. Kein Hollywood, kein Traumstrand, sondern ein deutsches Städtchen. Ich habe dass Buch mit seinen 283 Seiten innerhalb von 24 Stunden durchgelesen (natürlich mit Unterbrechungen, wie Arbeit, Schlafen und so ;) ). Der Schreibstil ist locker und flüssig und die tollpatschige Art von Biene hat mir auch gefallen. Man "rutscht" so durch das Buch und bleibt zwischendurch nicht mal hängen oder muss nochmal etwas nachlesen.

Liebe vertagen, Mörder jagen ist der 2. Roman der Autorin, doch auch ohne den Vorgänger gelesen zu haben, kommt man gut zurecht. Die Rückblenden im Erzählstil sind gut proportioniert und gut geschrieben. Bei Jochen hatte ich schnell den Eindruck, dass er Biene wirklich liebt, sie ihn aber immer wieder von sich stößt. Was er allerdings nicht wirklich gut verkraften kann. Auch Jago fand ich sympathisch wenn auch ein bisschen langweilig. Er konfrontiert Biene mit nichts und legt sich auch nicht mit ihr an. Dass genaue Gegenteil von Jochen also.

Ohne zuviel zu verraten, dieser Roman hätte auch in einer amerikanischen Vorstadt spielen können. Es werden Themen angeschnitten, die heute noch genauso aktuell sind wie vor ein paar Jahren. Und wohl auch immer noch genauso aufregen, zumindest manche Leute.

Fazit: Ich bin gut in den Roman rein- und wieder rausgekommen. Und ich bin froh, dass ich so weltoffen erzogen worden bin, dass ich wohl eher Richtung Biene gehe, als in eine andere Richtung. Er eignet sich gut für zwischendurch, man hat nicht lange daran zu "knabbern", wie an manch anderen Büchern.

Leider muss ich auch einen Kritikpunkt nennen: Dass ihre Oma sie dauernd "Kengk" nannte, hat mich doch ziemlich schnell genervt. Ich habe alleine auf 2 Seiten 6 x das Wort gezählt... ich hatte auch eine Oma, die viel mit Dialekt sprach, aber ich hatte den Eindruck, dass ihre Oma sie nie mit Namen ansprach.


4 von 5 Pfötchen.

So nun zur Frage: „Was an dir findest du mörderisch gut?“


Puh, die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich würde sagen, ich finde meine Augen mörderisch gut, da sie viel über mich aussagen. Normalerweise sind die aquamarin aber wenn ich richtig sauer bin, oder mich über etwas ärgere, werden sie grün (wird mir immer gesagt). Dann weiß jeder, der mich kennt Bescheid, es wird gefährlich. Außerdem bin ich die Einzige in der Familie, die die Augenfarbe meiner Oma hat, darauf bin ich sehr stolz.

Ich finde außerdem an mir mörderisch gut, dass ich ein ehrlicher und treuer Mensch bin, ich stehe zu meinem Wort und wenn jemand meine Freundschaft und mein Vertrauen erworben hat, ist sie für eine lange Zeit....

Zudem meine Kreativität, auch wenn mir dass in der Schule immer mal wieder Probleme gemacht hat ;), bin ich froh, selber Gedichte verfassen zu können und auch selber Stories zu "Papier" bringen zu können.

#mörderischgut 

Freitag, 30. September 2016

Ankündigung Vera Nentwich - Liebe vertagen, Mörder jagen

Ihr Lieben,

ich habe ein neues Rezensions Exemplar bekommen und dieses fertig gelesen.

Als kurze Ankündigung heute: ich bin mit meinem Eintrag erst am 9.10. dran, vorher darf ich leider nicht posten ;). Aber der Blogeintrag kommt dann. 

Es handelt sich um das Buch von Vera Nentwich - Liebe vertagen, Mörder jagen.

An dieser Stelle vielen Dank an die Autorin und an die Agentur für das bereitgestellte Printexemplar!!

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Mittwoch, 31. August 2016

Amie Kaufman & Meagan Spooner - These Broken Stars, Lilac & Tarver

Rückentext: Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken - außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...

Zusammenfassung: Lilac ist dass reichste Mädchen des Universums. Sie bekommt alles und hat alles. Tarver ist ein Kriegsheld, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Beide reisen auf dem neuesten und sichersten Schiffs des Alls, der Icarus. Dieses Schiff hat die Firma von Lilacs Vater gebaut und es ist voll besetzt mit Passagieren. 

Dann geschieht das Unfassbare - die Icarus wird aus dem Hyperspace geschleudert und stürzt ab. Obwohl es genug Rettungskapseln gibt, bricht Panik aus und ein heilloses Chaos. Lilac wird von ihren Bodyguards (eine davon ihre Cousine) getrennt und über eine Brüstung geschubst. Nur mit Tarvers Hilfe kann sie sich in eine Rettungskapsel flüchten. Doch diese ist noch mit dem Schiff verbunden und kann sich nicht lösen. Also schließt sie diverse Kabel kurz und so können die beiden sich retten.

Sie landen auf einem fremden Planeten und es gibt nur ein Ziel: das Wrack der Icarus, die kurz danach vom Himmel stürzt... Lilac und Tarver reißen sich mehr schlecht als recht zusammen und machen sich auf den Weg. Sie streiten sich fast die ganze Zeit. Und er ist oft genervt von ihr und sie kann mit seinen Drill Ansagen nicht viel anfangen.

Doch eines Abends beginnt Lilac Stimmen zu hören, die ihr unverständliche Sachen zuwispern. Tarver kann die Stimmen nicht hören und nimmt an, Lilac wird verrückt.

Ignorieren kann er es allerdings nicht lange, denn plötzlich weiß sie wie viele Menschen Tarver - ohne es ihr zu sagen - aus einer abgestürzten Kapsel geboren und begraben hat... sie kann sogar die Kleidung beschreiben, die die Opfer anhatten...

Damit beginnt eine Odyssee, die beide verändern wird. Und das Ziel, das Wrack der Icarus, wo sie auf Hilfe hoffen scheint in weiter Ferne zu sein...

Meine Meinung: WOW! Was für ein klasse Roman, ich hatte mit einer Lovestory gerechnet, aber nicht damit. Irgendwo habe ich mal den Satz gelesen "Titanic im All", doch diese Aussage wird dem Buch nicht mal ansatzweise gerecht. Teilweise hatte ich richtiges Herzrasen, weil es so spannend war. 

Lilac tritt als verwöhntes Mädchen auf, welches Tarver auf dem Promenadendeck der Icarus dass erste Mal sieht. Er nimmt mit ihr Kontakt auf, ohne auch nur ansatzweise zu ahnen, wer sie ist oder ihren Namen zu kennen. Lilac lässt sich auf einen lockeren Flirt ein, doch als ihre Bodyguards ankommen, geht sie auf Distanz. Lilac glaubt zunächst nicht, dass Tarver nicht weiß wer sie ist. Sie wird zum eingebildeten Mädchen, dass weit über ihm steht. Hier hatte ich schon den ersten Eindruck, dass dieses Verhalten nur als Schutz dient. Dieser Eindruck wird nachher noch bestärkt und erweist sich als richtig. Denn Lilac wird von ihrem Vater vor allem beschützt und vor allen Dingen, vor Männern und Jungs.

Tarver ist ein Kriegsheld. Er kommt aus ärmlichen aber glücklichen Verhältnissen und hat seinen Bruder im Krieg verloren. Daher will er unbedingt nach Hause zu seinen Eltern, damit sie nicht auch noch den zweiten Sohn verlieren. Seine Mutter ist eine bekannte Dichterin, doch er nennt nie ihren Namen wenn andere anwesend sind. Sein Blick fällt auf Lilac, weil sie alleine an einem Tisch sitzt. Wie zufällig lässt sie ihren Handschuh fallen, den er ihr aufhebt. Sie wechseln ein paar Sätze miteinander und er kennt nicht mal ihre Namen. Er weiß nicht, dass sie Lilac LaRoux ist und es lebensgefährlich werden kann, wenn man sich ihr nähert.

Beide sind auf dem Weg in ihre Quartiere, als das Undenkbare geschieht, die Icarus wird aus dem Hyperspace geschleudert und beginnt zu sinken...

Lilac wird von ihren Bodyguards getrennt (die sie als ihre Freunde ausgibt) und mit der Menge mitgerissen. Sie stürzt über eine Brüstung und Tarver hilft ihr im letzten Moment, bevor sie hinab fällt. Die beiden müssen sich notgedrungen zu einer Rettungskapsel der niederen Stufe machen und besteigen beide diese nach einer kleineren Auseinandersetzung...

Hier beginnt das eigentliche Abenteuer, denn mit ihrer Kapsel landen die beiden auf einem fremden Planeten. Lilac beginnt recht schnell Stimmen zu hören, die für Tarver aber nicht zu hören sind. Nicht lange nach ihrer Notlandung, fallen Trümmer vom Himmel. Zunächst eine Rettungskapsel, dann die Icarus.

Während Lilac bei der Rettungskapsel bleiben möchte, gibt es für Tarver nur ein Ziel - das Wrack des Raumkreuzers. Denn nur hier erhofft er sich Hilfe, durch Suchtrupps. Also machen die beiden sich auf den beschwerlichen und gefährlichen Weg, denn die Icarus ist in einer Gebirgskette abgestürzt und die beiden sind für eine Klettertour nicht vorbereitet. Hinzu kommt noch, dass Lilac scheinbar halluziniert und immer von der Angst gejagt wird, dass er sie alleine lässt...

Nach einer Zeit entwickeln die beiden Gefühle füreinander und als man denkt, jetzt geht es etwas bergauf, geschieht etwas, dass mich total aus dem Konzept gebracht hat und womit ich so gar nicht gerechnet hätte. Sie kommen einem dunklen Geheimnis auf die Spur, dass ihrer beider Leben für immer verändern wird...

Lilac wird zunächst als kratzbürstiges Mädchen dargestellt, doch sie ändert sich im Laufe der Geschichte und lässt auch mehr Gefühle zu. Ich fand sie sofort sympathisch und habe oft gedacht, dass sie sehr einsam sein muss. Nachdem ihre Mutter gestorben ist, schottet ihr Vater sie von Menschen ab und will sie beschützen. Vor eigenen Erfahrungen, vor dem Leben. 

Auch Tarver ändert sich und seine harte Fassade bröckelt, als er sich eingesteht, dass für sie doch mehr empfindet. Er hat eine harte Schale, aber einen weichen Kern. Den Tod seines Bruders hat er nie wirklich verwunden. 

Jedes Kapitel beginnt mit einem Interview Ausschnitt. Sofort fragt man sich, warum Tarver verhört wird, aber es klärt sich alles zum Ende hin auf.

Dann wird abwechselnd aus seiner und ihrer Sicht geschrieben, was ich toll finde. Denn so bekommt man eine bessere Einsicht in die Seelenleben der Protagonisten und lernt sie auch besser kennen.

Fazit: Ein Buch wie kein Anderes! Keine seichte Lovestory, im Gegenteil ein spannendes Buch mit vielen Wendungen (vor allem zum Ende hin)! Man leidet und liebt mit den Beiden. Es ist in sich abgeschlossen, obwohl noch andere Bände angekündigt sind. Ich werde mir die Folgebände auch kaufen. Also, lasst euch nicht täuschen von der Annahme es handelt sich um eine Lovestory oder um ein seichtes Buch :-).

Auch das Cover ist (links) wunderschön gestaltet, obwohl das Cover unter dem Schutzumschlag (rechts) meiner Meinung nach noch schöner ist.


5 von 5 Pfötchen und klare Kaufempfehlung.

Dienstag, 19. Juli 2016

Über 500 Seitenaufrufe!

Ihr Lieben,

der Tag ist gerettet! Ich habe über 500 Seitenaufrufe. Das freut mich total! Vielen Dank dafür und euch noch einen sonnigen Dienstag :)!


Montag, 18. Juli 2016

Emma Wagner - Eine Schildkröte macht noch keine Liebe

Zunächst einmal liebste Emma! Vielen Dank für das Rezensions Exemplar und dass Goodie Bag <3!!

Rückentext: Vincent nimmt das Leben leicht und versucht Arbeit und Ärger aus dem Weg zu gehen. Als jedoch die geheimnisvolle Lilly in sein Leben tritt, hat er plötzlich von beidem mehr als genug am Hals. Schnelltsmöglich will er die junge Frau mit den smaragdgrünen Augen wieder loswerden, aber sie erweist sich als ebenso sonderbar wie hartnäckig.

Lillys Leben ist von Grund auf anders - in vielerlei Hinsicht. Sie merkt recht bald, dass Vincent und sie nicht unterschiedlicher sein könnten und er sie mit seiner ganzen Art auf die Palme bringt. Doch man kann schließlich nicht besonders wählerisch sein, wenn man auf der Flucht ist. Und dann sieht der Kerl auch noch so unverschämt gut aus...

Mit Gefühlen jedenfalls hat keiner von beiden gerechnet. Auch nicht mit Vincents Bruder, der eigene Pläne verfolgt.

Aber kann ein einziges Wochenende alles verändern?

Und wo kommt eigentlich die Schildkröte her?


Zusammenfassung: Vincent lebt in den Tag hinein und plant nicht voraus. Er nimmt Gelegenheitsjobs an, um an Geld zu kommen und hat ein großes Herz für "spezielle" Tiere. So besitzt er eine Ratte ohne Schwanz (Sixty) und eine dreibeinige Katze (Enna). Eigentlich ist er sich sicher, dass er den aktuellen Kellnerjob meistern kann. Doch dann platzt Lilly in sein Leben, mit einem Schuhkarton unter dem Arm und auf High Heels. Ganz Kavalier, beschützt er sie vor aufdringlichen Gästen. Mit der Konsequenz, dass er seinen Job verliert und die Polizei dazu kommt...

Eigentlich schon ziemlich genervt von dem Tag, steigt er in seinen Wagen - und staunt nicht schlecht, als er unter der alten Decke Atemgeräusche hört. Lilly hat sich - samt Schildkröte im Schuhkarton - in seinen fahrbaren Untersatz geschmuggelt und erobert sein Herz. Er bietet ihr für eine Nacht seine Wohnung als Schlafplatz an. Doch aus dieser Nacht wird ein Wochenende, dass alles verändert. Nicht nur für Vincent sondern auch für seinen Bruder Toni und nicht zuletzt für Lilly...

Toni ist Vincents "blinder Fleck" er sieht immer das Gute in seinem Bruder, obwohl dieser frisch aus der U-Haft kommt. Doch Toni führt nichts Gutes im Schilde und hat es auf Lilly und die auch auf die Schildkröte abgesehen...

Lilly ist Realitätsfern und sehr quirlig. Vom Vater zum Superstar "gedrillt", hatte sie nie Freunde oder einen festen Freund. In einem Akt der Rebellion flüchtet sie also von zu Hause und von da an geht alles schief. Ihr Handy und ihre Börse werden geklaut und ihr Koffer mit dem der Schildkröte vertauscht. Sie kennt kein Kino und ist oft überfordert von Vincent's Vergleichen und Zitaten aus Filmen. Immer nur Arbeit und Üben gewöhnt, kann sie sich mit Vince's Einstellung zum Leben nicht anfreunden und die beiden streiten sich ziemlich oft...

Aber gegen die Liebe kann man nichts machen, nicht gegen Gefühle und auch nicht daran, manchmal aus dem Leben ausbrechen und etwas ändern zu wollen...

Meine Meinung: SO und GENAUSO muss ein perfekter Roman sein! 

Perfekt was die Protagonisten, den Stil und die Handlung angeht. Mir waren beide direkt sympathisch. Vincent habe ich Einerseits beneidet und Andererseits auch wieder nicht. Sein Lebensstil und wie er lebt (ich liebe dass Haus und die schrulligen Nachbarn ^^)ist nicht für jeden Etwas. Aber er kommt mit wenig zurecht und hat wenig Ansprüche. Ihm kommt es auf Wichtigeres an. Freiheit, Unabhängigkeit und Hilfe denen gegenüber die sie benötigen. Nämlich den Tieren. Ich wünschte, ich wäre etwas mehr wie Vince und wenn ich so jemanden kennenlernen würde, ich glaube ich würde ihn sofort heiraten oder anketten... oder so. Jedenfalls dass er nicht wieder abhauen kann ;). Ich finde es toll, wenn jemand wenig hat und trotzdem noch etwas weiter- oder abgibt. Da bleibt nur die Frage: Vincent warum gibt es dich nicht in Echt?!

Nun zu Lilly. Ich mochte sie direkt. Ihre Naivität ist wirklich zuckersüß und ihre Wutausbrüche sind Hollywoodreif. Sie entflieht dem Alltag ins Unbekannte und sofort steht alles unter keinem guten Stern. Sie verliert ihren Koffer und nimmt den Falschen mit. Somit hat sie nicht nur keine Sachen zum Wechseln oder so, nein, sie ist auch auf einmal Schildkröten Mami (und wie schnell die kleinen Viecher sich ins Herz stehlen, weiß ich aus Erfahrung. Immerhin habe ich kein "Mondgesicht" aber einen "Samson"). Immer mehr taut sie auf und lässt sich von Vincents Art mitreißen. Sie läuft staunend durch die Welt, die für sie auf eine gewisse Art neu ist. 

Zur Hausgemeinschaft möchte ich noch sagen: Ich will auch in so einem Haus wohnen!! Egal wie schrullig die Bewohner sind, sie sind mir ziemlich ans Herz gewachsen. Gut gemacht, Emma!

Lange Rede kurzer Sinn, Vincent und Lilly sind zwei Protagonisten mit vielen, vielen Ecken und Kanten. Sie haben beide Geheimnisse und doch viel gemeinsam.

Ich fand es schade, als ich auf der letzten Seite angekommen war und mich von allen Verabschieden musste. Und am Ende musste ich einfach nur lächeln und fühlte mich rundherum wohl und gut.

Fazit: Ein perfektes Buch für den Sommer! Charmante Charaktere, flüssiger und guter Schreibstil. Und zum Ende hin wird es sogar richtig, richtig spannend und ein bisschen Herzschmerz ist auch dabei. Ich hätte teilweise am Liebsten geschrien: "NEIN!Dass kannst du doch nicht tun!" Oder "Das meint er/sie gar nicht so!" "Du kannst doch nicht so blauäugig sein!" Hätte ich es getan, wäre ich wahrscheinlich jetzt aber nicht hier, sondern in einem Sanatorium :D (kleiner Scherz). 

Sucht ihr ein super romantisches, spannendes und auch tierliebes Buch für den Sommer (oder den Winter, um den Sommer nochmal aufleben zu lassen) empfehle ich ganz klar "Eine Schildkröte macht noch keine Liebe"!

<3 5 von 5 Pfötchen <3


Nun zur Beantwortung der Fragen:

<3 1.Gab es in deinem Leben ein besonderes Ereignis, an dem du gewachsen bist?


Ja, ich würde sagen es war die Zeit nachdem ich mit meiner Mutter alleine in eine Wohnung gezogen bin und ich meinen Kater bekommen habe. Kurz danach habe ich auch eine Umschulung zur Groß- und Außenhandelskauffrau begonnen. Da ich die Einzige war, die dies in der Klasse gemacht hat, hatte ich keine extra Stunden und musste mir alles für die Prüfung selber aneignen. Und Rechnungswesen alleine zu büffeln ist nicht einfach ;). Ich kann nicht sagen, wie happy ich war, dass ich doch letztendlich bestanden hatte. Ohne Unterricht, ohne Lehrer. Ganz allein.



<3 2. Hast du vielleicht schon einmal dein Leben völlig umgekrempelt und ihm eine andere Richtung gegeben oder dich von Fremdbestimmung gelöst?

Ja, musste ich zwangsweise. Meine Eltern hatten sich getrennt und meine Mom und ich wohnten alleine in einer Wohnung (vorher in dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin). Aktuell suche ich einen neuen Kurs, vielleicht würde ich die Frage in einem halben, oder einem Jahr anders beantworten.



<3 3. Gibt es eine bestimmte Person, die dieses Umdenken und den Mut zur Tat bei dir ausgelöst hat und wenn ja wodurch?

Ja, meine Mutter. Sie ist immer für mich da. Baut mich auf und hilft mir, nicht alles hinzuschmeissen. Sie hat auch damals für mich gekämpft, dass ich die Umschulung machen konnte. Ich wüsste nicht, wo ich heute ohne sie wäre.

#Schildkröte 



Melde mich zurück ^^

Ihr Lieben,

leider hat sich in den letzten Monaten nicht viel getan.

Dies bedeutet nicht, dass ich auch weniger oder gar nichts gelesen habe... sondern es war einfach zu stressig (auf der Arbeit haben wir aktuell eine große Änderung) und auch privat war es / ist es sehr holprig.

Da ich auch die Mayfair Trilogie von Anne Rice gelesen habe (darüber kommt aber keine Rezension ;) ) war ich auch etwas länger beschäftigt.

Ihr könnt euch aber demnächst auf Rezis meiner Neuzugänge freuen:

- These Broken Stars
- Eine Schildkröte macht noch keine Liebe (an dieser Stelle schonmal <3 lichen Dank an die liebe Emma Wagner)!!!

Bis bald also

Euer Catgirl