Montag, 6. März 2017

Ende der Welt - Thomas Pyczak

Rückentext: 1991: Der Student André nimmt sich eine Auszeit und bereist den amerikanischen Kontinent. Er kommt bis ans End der Welt: Ushuaia in Feuerland, die Stadt der windgepeitschten Bäume und ständig quietschenden Türen. Eine davon öffnet sich für André, und er verschwindet spurlos.

22 Jahre später macht sich Andrés Sohn Jan mit seiner Mutter Stella auf Spurensuche. Er will endlich die Wahrheit über seinen Vater erfahren. Doch kaum in Feuerland angekommen, verschwindet auch er. Nun muss Stella den Kampf alleine aufnehmen und sich gegen die Rauheit der einsamen Stadt und ihrer Bewohner behaupten.

Zusammenfassung: 1991:  André verlässt Hamburg ohne seine Freundin Stella, um sich eine Auszeit zu nehmen, und den amerikanischen Kontinent zu bereisen. Die Reise verläuft gut, bis er in Feuerland ankommt. Er kommt sich vor wie ein Geist, da er von den Menschen um ihn nicht beachtet wird. Eines abends sieht er in einer Bar ein ungleiches Paar - und verliebt sich augenblicklich in die Frau. Doch auch sie ignoriert ihn komplett. Der Student bekommt ein rotes Tagebuch geschenkt, so dass er alles notieren kann, was er in Feuerland erlebt.

Zunächst skeptisch beginnt er dann doch die Seiten jeden Abend mit Leben und seinen Gedanken zu füllen. Er trifft einen älteren Herrn, mit dem er auch ins Gespräch kommt. Dieser erzählt ihm, dass vor Jahren sein enger Freund getötet wurde. Doch von den Einheimischen wurde die Sache als "Unfall" deklariert...

Die Unbekannte nimmt - als sie alleine in die Bar kommt - dann doch Kontakt mit ihm auf und zwischen den beiden kommt es zu einer heißen Nacht, voller Emotionen und fast schon animalischem Sex. André verschiebt den Termin seines Rückfluges immer weiter nach hinten, und obwohl er immer an seine Freundin Stella denkt, fällt ihm immer wieder ein Grund ein, die Reise zu verschieben... bis sich eines Nachts seine Hotelzimmertür öffnet - und er verschwindet...

22 Jahre später: Jan und Stella kommen mit ihrem Kreuzfahrtschiff in Feuerland an, in eben dieser Stadt wo André verschwunden ist. Sie sind guter Laune und besuchen ein Café um sich aufzuwärmen.

Schnell steuert dass Gespräch auf Jans Vater André zu, denn Jans Großmutter hat einen Sämling in den jungen Mann gepflanzt und ihm einige Sachen erzählt, die seine Mutter ihm verschwiegen hatte. Es kommt zum großen Streit zwischen den beiden und Jan läuft wutentbrannt weg.

Stella verlässt das Café um ihn zu suchen, da die Zeit drängt bis ihr Schiff wieder ablegt. Doch Jan ist nicht aufzufinden und auch auf ihre Nachrichten reagiert er nicht. Schnell wird klar, Jan ist verschwunden wie sein Vater so viele Jahre zuvor...

Das Schiff legt ohne Stella ab und sie macht sich auf die scheinbar aussichtslose Suche nach ihrem Sohn. Doch sie weiß nicht, dass die Gefahr näher ist als sie glaubt und sie von Anfang an beobachtet wurde... und dieser Beobachter ist gefährlich und scheut auch vor Mord nicht zurück...

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt am Ende der Welt...

Fazit: Das Buch ist aufgeteilt in Teile und schon nachdem ersten Teil (der mit Andrés letztem Tagebucheintrag endet), wird eines klar: Ende der Welt nimmt ordentlich Fahrt auf und wird schnell richtig spannend. 

Da ich unvorbereitet an diesen Roman gegangen bin, war ich sehr positiv überrascht über die Wirrungen und den sehr hoch angesetzten Spannungsbogen. Ich konnte mir die Landschaft auch bildlich vorstellen, was ich wirklich angenehm fand. Auch der Ein- oder andere Gänsehautmoment fehlt nicht, weil die Umgebung einfach so toll beschrieben ist. Die Charaktere fand ich sympathisch, nur den Ein oder Anderen mehr oder weniger ^_~

5 von 5 Pfötchen und klare Empfehlung!

Ich danke dem Autor für das kostenlose Exemplar!